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Garten: Blumenpracht tütenweise verschenken

Eingetragen am | 11. Februar 2011 | 1 Kommentar

Verschenken Sie zum Valentinstag statt der üblichen Rosen doch einmal Tütchen mit Blumensamen für eine blütenfrische Saison. Zum Beispiel die farbenfrohe – und schmackhafte – Kapuzinerkresse. Aber nur, wenn der Partner auch ein Sinn fürs Gärtnern hat! Meine wöchentlichen Gartentipps, auch auf br-online.

Bauernregel:
Hüpfen Eichhörnlein und Finken,
siehst du schon den Frühling winken.

Zum Valentinstag
Warum nicht mal statt Rosengesteck oder Veilchenstrauß ein blumiges Versprechen zum Valentinstag überreichen? Verschenken Sie doch mal die Wucht in Tüten: Blumensamen für eine blütenfrische Saison. Gerade jetzt ist das Angebot groß, die Auswahl riesig und der Zeitpunkt ideal. Lieblingsblumen zum Selberziehen, Blütenreigen für Beete oder Blumiges für den Balkonkasten – solche Blumengrüße halten in jedem Fall länger als die teuerste Schnittblume.

Obstbäume schneiden
„Der Winterschnitt wird durchgeführt, nur nicht, wenn Stein und Bein gefriert.“ Getreu dieser Regel können Sie jetzt mit dem Schneiden von Kernobstbäumen und Beerenobststräuchern beginnen. Solange es mild bleibt herrschen dafür ideale Verhältnisse. Vor allem junge Bäume müssen durch konsequenten Schnitt erzogen werden, damit sie kräftig wachsen und lange vital bleiben. Schneidet man sie nicht regelmäßig, tragen sie vielleicht früher Früchte, vergreisen aber bald und werden nicht alt. Ältere Bäume lichtet man dann nur noch aus, entfernt sich kreuzende und zu dicht stehende Äste sowie stark nach unten hängende Zweige.

Orchideen umtopfen
So manche Nachtfalterorchidee hat den ganzen Winter über geblüht und neue Luftwurzeln gebildet. Viele legen jetzt eine kleine Blühpause ein. Ergreifen Sie die günstige Gelegenheit und topfen Sie die Orchideen um. Verwenden Sie unbedingt spezielles Orchideensubstrat, niemals normale Blumenerde. Bevorzugen Sie durchsichtige Töpfe, am besten hohe Orchideentöpfe, damit die Wurzeln etwas Licht abbekommen. Orchidee austopfen, eingetrocknete Wurzeln entfernen, altes Substrat abschütteln und ins neue, nur wenig größere Gefäß stellen. Achten Sie darauf, dass die fleischigen Wurzeln nicht brechen. Frisches Substrat einfüllen, den Topf immer wieder auf der Unterlage aufstoßen, damit die Teilchen sich überall hin verteilen. Damit die Orchidee im neuen Topf guten Stand bekommt, eventuell Stützstäbe mit einbringen. Anschließend wässern und überschüssiges Wasser sorgfältig ablaufen lassen.

Kennen Sie das?
Keimverhalten
Samen streut man für gewöhnlich auf Aussaaterde aus, drückt sie vorsichtig fest und deckt alles mit einer dünnen Erdschicht ab. Meistens gehen die Samen dann, feucht und warm gehalten, nach kurzer Zeit auf. Manchmal aber auch nicht.
Dunkelkeimer wie Feldsalat, Kürbis, Bärlauch, Stockrosen oder Petunien keimen nur, wenn die Samen unter einer Erdschicht vor Licht geschützt liegen. Man deckt sie daher nicht allein mit Erde ab, sondern verdunkelt das Aussaatgefäß noch zusätzlich mit Pappe oder stellt es dunkel auf.
Bestimmte Samen brauchen dagegen Licht zur Keimung, erst Licht durchbricht deren Keimruhe. Dazu gehören z.B. Kopfsalat, Kresse, Basilikum, Sellerie oder Tomaten. Solche Sämereien dürfen nicht mit Erde bedeckt werden, man streut sie nur aus und drückt sie ans Substrat an. Damit die Samen nicht austrocknen, ist eine Abdeckung mit Glas oder Folie oder die Anzucht in einem Minigewächshaus angeraten. Auch die meisten Unkräuter sind Lichtkeimer. Wer seine Gartenbeete daher regelmäßig bearbeitet und die obere Erdschicht wendet, hat weniger Ärger mit Unkrautwuchs – weil die Samen dabei ins Dunkle „abgeschoben“ werden. Saatgut von Lichtkeimern wird häufig vorbehandelt, einer Lichtbestrahlung ausgesetzt, so dass man es wie üblich mit Erde abdecken darf. Bisweilen reicht nämlich eine sehr kurze Lichteinwirkung, um die Keimbereitschaft zu aktivieren – beim Hafer unglaubliche 5 Mikrosekunden, entspricht einem sehr kurzen Kamera-Blitz.

Kommentare

eine Antwort auf “Garten: Blumenpracht tütenweise verschenken”

  1. steffen
    1. November 2014 um 04:46

    ja, da kann schonmal was dabei schief gehen.
    Wenn man sich nicht sicher ist, ob die Samen lichtkeimer sind oder nicht, kann man das meistens noch nach der größe der samen beurteilen. je kleiner desto eher ist es ein lichtkeimer. staubfeine samen sind immer lichtkeimer

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